Glück hat nur der Tüchtige!

HSG Rhumetal – SG VfL Wittingen/Stöcken 29:28 (15:16)

Um das Spiel gegen die SG VfL Wittingen/Stöcken am Ende noch mit einem Tor Unterschied zu gewinnen, haben wir eine gehörige Portion Glück benötigt. Aber das nötige Quentchen davon, das uns in der letzten Saison gefehlt hat, war uns in diesem Spiel einfach einmal hold. Viel mehr kann man zu diesem Spiel fast nicht sagen.

Der Tabellenletzte aus der Heide machte uns das Leben an diesem Sonntagnachmittag richtig schwer. Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel und bekamen in der Abwehr keinen Zugriff auf die gegnerischen Angreiferinnen. Egal, welche Abwehrformation wir auch wählten, Wittingen hatte immer gute Antworten. Im Angriff verzettelten wir uns oft in Klein-Klein-Spiel ohne den Ball richtig laufen zu lassen. Immer wenn wir aufs Tempo drückten oder einen guten Ballfluss hatten, kamen wir zu guten Chancen, die zum Teil auch noch von der sehr guten Gästekeeperin zunichte gemacht wurden.

Das Fehlen von Lisa Hake und Janine von Berg tat ihr Übriges, weil im Angriff des Öfteren  Spielerinnen fehlten, die die Verantwortung übernahmen und einmal den direkten Abschluss suchten. Davon ausnehmen möchte ich Katrin Borchers, die zumindest im Angriff eine gute Leistung brachte und immer wieder versuchte, aus dem Rückraum Druck zu machen und Torgefahr auszustrahlen. Auch die beiden Außen Lena und Anja hatten einen guten Tag erwischt, sonst wäre es wohl etwas mit den ersten beiden Pluspunkten für unsere Gäste geworden.

In der Halbzeitpause wurde es in der Kabine mal wieder etwas lauter, weil ich das Gefühl hatte, die Mannschaft endlich aufwecken zu müssen. Nach der Halbzeit wurde unser Spiel etwas besser und wir konnten uns sogar einmal mit vier Toren absetzen. Doch anstatt Sicherheit in unsere Aktionen zu bekommen, verfielen wir erneut in Hektik und ließen die Gäste wieder herankommen. Beim Stand von 27:27 konnten die Gäste wieder ausgleichen. Doro Engelking erzielte mit ihrem vierten Treffer die erneute Führung, die im Gegenzug von den Gästen ausgeglichen wurde. Anja Heise, an diesem Tag mit neun Treffern einmal mehr unsere beste Werferin, war es vorbehalten, 90 Sekunden vor Schluss den letzten Treffer der Begegnung, den Siegtreffer, zu erzielen. Die letzten Sekunden verteidigten wir gut, so dass Wittingen zu keinem erfolgreichen Abschluss mehr kam. Alles in allem gelang uns ein glücklicher Sieg, den wir ganz schnell aus den Köpfen verbannen müssen.

HSG: Daniela Kieslich, Julia Bergolte; Katrin Borchers 6, Doro Engelking 4, Nele Freckmann 1, Anja Heise 9, Anna-Lena Eichenberger 5, Kiara Freckmann 2, Julia Spangenberg 1, Alina Diedrich 1, Johanna Diedrich, Marie Behrens, Natalie Fromme.

Unserer Mannschaft stehen jetzt in den nächsten drei Spielen die Begegnungen gegen die anderen Topteams der Liga (Heimspiel gegen den Dritten MTV Braunschweig am 25.11.2018 um 15. 00  Uhr, auswärts am 1.12.2018 beim Vierten Eintracht Braunschweig, dann das Topspiel am 9.12.2018 um 15.00 Uhr gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer HG Rosdorf-Grone in der Burgberghalle). Hier wird die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen müssen, wenn sie weiter auf den vorderen Rängen der Tabelle bleiben will. Sascha Friedrichs

 

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